
Eine evangelische Kirche, Teil einer weltweiten Bewegung. Wir haben Wurzeln in Kalifornien und sind zuhause in Zürich Nord. Über 20 Nationen, mehrere Generationen, und die Überzeugung, dass das Beste für diese Stadt noch kommt.

Es gab eine Zeit, da war das Christentum noch kein Buchclub. Keine Dogmatik, keine Professuren. Im Zentrum sammelte die junge Bewergung sich um drei Worte, die das Leben veränderten. Jesus ist Herr.
Der Satz an eine junge Kirche in Philippi war kein frommer Sticker. Er war eine politische Aussage, eine existenzielle Entscheidung, für manche ein Todesurteil. Paulus schreibt diese Urformel, bevor das Neue Testament überhaupt existiert.
Jesus ist Herr. Das ist im einfachsten unsere Glaubenüberzeugung. Wir meinen sie ernst und versuchen herauszufinden, was es heute konkret bedeutet. In Zürich, im Büro, in der Familie, mitten im Leben.
Wer mehr will: Das Konzil von Nizäa hat 325 n. Chr. das Wesentliche auf einem Dokument zusammengefasst, das für viele Kirchen weltweit Gewicht trägt. Wir stehen dazu. Als Teil einer Glaubenstradition, die älter ist als jede Denomination und grösser als jede Einzelgemeinde.
Kurz und knapp glauben wir: Jesus ist Herr. Den Rest klären wir beim Kaffee.

Keine Schlagwörter, keine Versprechen.
Eher das, was wir bei uns selber bemerken, wenn es gut läuft.
Gott ist kein Gefühl, das man sich beiredet. Eher ein Gegenüber, das sich zeigt, wenn man hinhört.
Was wäre, wenn Gott wirklich gut ist? Nicht primär moralisch korrekt, sondern grundlegend wohlgesinnt?
Niemand von uns hat das Leben restlos im Griff. Wir finden, das ist okay.
Wir glauben, dass wo Menschen sich wirklich kennen und kennen lassen, etwas vom besten Leben spürbar wird.
Gutes darf konkret werden. Und Geben ist eines der schönsten Sachen im Leben. Es verändert den Gebenden mehr als man vermuten würde.
Ein Leben mit Jesus soll Menschen weiter und schöner machen, nicht enger.

Es liegt eine kleine Ironie in den Anfängen der Vineyard: Eine Bewegung, die heute in über 90 Ländern existiert, begann mit Leuten, die von Kirche eher enttäuscht waren. Die Jesus People der 1970er-Jahre suchten keine Institution. Sie suchten etwas, das sich echt anfühlt.
John Wimber war Musiker. Bandleader. Kein Theologe. Als er in Südkalifornien anfing, Gemeinde zu gestalten, hatte er keine grosse Strategie, sondern folgte einer einfachen Überzeugung: Normale Menschen können das tun, was Jesus getan hat. Beten, heilen, sich kümmern.
Aus dieser etwas unordentlichen Idee ist mit der Zeit etwas geworden, das heute Vineyard heisst.
Der Name kommt aus der Bibel: Gott als Besitzer eines Weinbergs, Menschen als diejenigen, die darin arbeiten. Das war die Grundidee: ein Ort, an dem man Gott begegnen kann, ohne zuerst die richtige Sprache lernen zu müssen. Und an dem man dann gemeinsam an etwas Gutem mitarbeitet.
Wir in Zürich sind seit Jahren Teil davon. Wir feiern Gottesdienst neben den SRF-Studios, zählen über 20 Nationen in unserer Gemeinde und glauben tatsächlich, dass das Beste für diese Stadt noch kommt. Nicht wegen uns. Aber vielleicht auch ein kleines bisschen wegen uns.
Viele Menschen tragen die Vineyard Zürich. Hier ist unser Leitungsteam: mit dem, was sie antreibt und dem, wofür sie morgens aufstehen.

Olivier leitet Gottesdienste und Gemeinde mit einer Gelassenheit, die ansteckend ist. Man merkt das echte Interesse an den Menschen, die ihm begegnen. Dazu kommt ein feines Gespür dafür, was Gott gerade tut, auch wenn es leise daherkommt.

Irene ist da, wo es zählt: im Gottesdienst und auf der Strasse. Sie glaubt, dass Kirche eigentlich keine Wahl hat: Wer Gott begegnet, kümmert sich um Menschen. Und sie tut das nicht aus Pflicht, sondern weil sie es offensichtlich gerne tut.

Julia weiss, dass man Kinder sofort merken, wenn etwas echt ist. Sie hat ein grosses Herz für Glauben, für Menschen und für das, was zwischen Kinderdienst und Küche so passiert. Bei ihr darf Glaube auch mal laut, farbig und ehrlich sein.

Marlin kennt Gemeinde von innen und von aussen: als Gründer, als Pastor, als Verantwortungsträger. Er bringt frischen Wind und eine Vorliebe für neue Formen von Kirche, ohne die alten gleich abzuschreiben. Wenn jemand fragt «Könnte man das auch anders machen?», dann meistens er.
